Den Begriff „exotisch“ kann man zwar nicht steigern. Aber das exotischste Gehölz in meinem Garten ist wohl der Tasmanische Minzestrauch (Prostanthera cuneata), der – wie der Name verrät – von der gegenüberliegenden Erdhalbkugel stammt. Seine Triebe duften wohlig nach Minze und können zu einem aromatischen Tee aufgebrüht werden. Aber besonders apart sind seine Blüten, die bei mir heute zum ersten Mal erschienen sind!
Kategorie-Archiv:Waldgarten
Gilden anlegen
Eine Streuobstwiese anzulegen, bei der Obstbäume verstreut auf einer Wiese stehen, macht vor allem in Verbindung mit Viehhaltung Sinn. In einem Waldgarten bietet es sich hingegen an, vielfältigere Pflanzengemeinschaften (sogenannte Gilden) zu schaffen, bei denen die Bäume in Gemeinschaft mit anderen, nützlichen Pflanzen leben.
Gestalterisch kann man das sehr gut durch Kreisbeete umsetzen, die man um die jungen Gehölze anlegt. Von innen nach außen entstehen dabei drei Ringe:
- der Mulchring (Breite: 1m)
Die Fläche direkt um den Stamm herum wird mit Pflanzenmulch (Rinde, Stroh, Laub), Steinen oder Lebendmulch abgedeckt. - der Staudenring (Breite: 1m)
Hier werden Bodenverbesserer (Gründünger, Tiefwurzler), Aromapflanzen, Ablenkpflanzen oder essbare Stauden eingebracht. - der Ergänzungsring (Breite: 1m)
Hier können Wege verlaufen, Kulturbeete angelegt (vorrangig nach Süden) oder Kleinsträucher (vorrangig nach Norden) eingebracht werden.
Obstbäume veredeln
Gestern habe ich im Gemeinschaftsgarten Peace of Land bei einem Workshop mit Annegret Brall eine Einführung in die Kunst der Obstbaumveredelung erhalten. – Und heute habe ich meinen ersten selbst-veredelten Apfelbaum in den Garten gepflanzt: einen Dülmener Rosenapfel.
Moorbeet
Heute habe ich ein Streifenbeet mit kleinen Fruchtsträuchern bestückt, die sauren Boden benötigen:
Erstes Waldgarten-Seminar
Vom 31. März bis 2. April habe ich zusammen mit Konstantin Kirsch in Nentershausen (Hessen) ein Wochenendseminar zum Thema „Planung eines Waldgartens“ durchgeführt. Mit über einem Dutzend Teilnehmern aus allen Ecken Deutschlands und einem bunten Programm aus Kurzvorträgen, Gartenbesichtigungen, Pflanzenvorstellungen, Entwurfsplanungen und einer Partie „Waldgärtner“ war das eine wirklich schöne, runde Veranstaltung!
Waldgärtner-Spiel erschienen
Mit Freude kann ich verkünden, dass mein Spiel „Waldgärtner“ nach vierjähriger (!) Entwicklungszeit heute erschienen ist! Dass es realisiert werden konnte, verdanke ich zahlreichen Unterstützern, die insgesamt 800 Exemplare vorbestellt haben!
Das Kartenspiel kann in meinem Online-Shop bestellt werden.
Treffen zweier Waldgärtner
Zunächst kannte ich nur sein Buch Naturbauten, später habe ich ihn als Initiator des Minuto-Cash kennengelernt. Heute war er bei mir zu Gast im Garten: Konstantin Kirsch vom Waldgartendorf e.V.!
Ich schätze ihn sehr für seine kreative, pragmatische und erfinderische Art und empfehle an dieser Stelle gerne seine analytisch-kritischen, aber stets erfrischenden Blog-Einträge: www.konstantin-kirsch.de
Mehr Waldgärten
Übrigens bin ich nicht der einzige „verrückte“ Waldgärtner.
In Niedersachsen beispielsweise ist der größte Waldgarten Deutschlands zu finden. Er besitzt eine Fläche von 2,5 ha und wurde bereits in den 1990er Jahren von Frederik Deemter angelegt: www.essgarten.de
In Bayern gedeiht seit 2010 der Waldgarten von Hannelore Zoch, die jedes Jahr auch eine empfehlenswerte Zeitschrift zum Thema herausgibt: www.mienbacher-waldgarten.de
In Hessen hat Konstantin Kirsch das Permakulturprojekt „Waldgartendorf“ ins Leben gerufen, zu dem auch seine berühmten Naturbauten aus lebenden Gehölzen gehören.
Eine eigene Stiftung zur Erforschung der Agroforstwirtschaft hat der Engländer Martin Crawford gegründet: www.agroforestry.co.uk
Und in Paraguay hat Andreas Pfeifer eine nachahmenswerte Methode der ökologischen Aufforstung entwickelt. Hier ein Video über seine „Parent Tree Farm“:
BUGA mit Waldgärtner
Heute war ich beim Pflanzenraritätenmarkt der BUGA in Rathenow als Aussteller vetreten und habe dort mein neues Spiel „Waldgärtner“ präsentiert. Die Geschäftsführung der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft zeigte sich sehr angetan davon (siehe Foto).
Wenig später würde das fröhliche Markttreiben durch ein verheerendes Unwetter jäh beendet.
Fischers Garten im RBB-Fernsehen
Am 22. April war ich mit einem dreiköpfigen Filmteam vom RBB unterwegs zu den dicksten Bäumen Potsdams. Wir besuchten Park Babelsberg, Park Sacrow und Park Charlottenhof und beendeten den 6stündigen Dreh schließlich in meinem Waldgarten!
Der fertige Beitrag wurde dann 5 Tage später in der Sendung „zibb“ gezeigt, während ich dort als VIP-Gast in einem Live-Interview über mein neues Buch Rede und Antwort stehen durfte. Aus der anfangs geplanten Sendezeit von 25 Minuten wurden zwar aus aktuellem Anlass nur 10 Minuten, aber letztlich war ich froh, das Ganze trotz Bindehautentzündung glimpflich überstanden zu haben…
Ein Jubeltag
Mit der Sibirischen Kiwi ist heute die 100ste Gehölzart in meinen Waldgarten eingezogen!
Mehr über Mini-Kiwis: www.mini-kiwi.de
Mulchen mit Pappe
Der Gartenbereich unter der alten Ulme wurde bislang vollkommen von Brennnesseln und Gräsern eingenommen. Da ich ihn ein wenig kultivieren möchte, aber weder Lust habe, das ganze Grünzeug auszugraben, noch gewillt bin, die natürliche Schichtung der Mikroorganismen im Boden zu zerstören, wende ich eine energiesparende und bodenschonende Methode von Sepp Holzer an: Pappkartons auf dem Boden auslegen und sie mit etwas Rindenmulch oder Erde bedecken.
Fertig. Den Rest erledigen die Bodenorganismen.
Zwei Jahre später werden die Pappe und die abgedeckten Pflanzen vollkommen verrottet und zu Humus geworden sein.
Und drei Jahre später wird sich hier zu meiner großen Überraschung ein Erdbeerfeld erstrecken – angelegt von fleißigen Gartenschnecken!
Sammlung wächst III
Wie ihr euch vorstellen könnt, ist mein Garten mittlerweile wieder um ein paar Kostbarkeiten reicher geworden. Kennt ihr beispielsweise den Sassafrasbaum, den Rosinenbaum oder die Orangenblume?
Mein Arboretum umfasst nun 86 verschiedene Gehölzarten. Davon besitzen 65 essbare Früchte (das sind rund 75%).
Sammlung wächst II
Mit dem Frühling haben auch wieder einige neue Obstgehölze Einzug in meinen Garten gehalten, z.B. eine Elsbeere, eine Mirabelle, eine Jujube und zwei Maibeeren. Damit stehen nun insgesamt 60 verschiedene Gehölzarten mit essbaren Früchten in meinem kleinen Arboretum!
Sammlung wächst
Neben allerlei Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten habe ich auch dieses Jahr im Garten wieder 19 Gehölzpflanzungen vorgenommen: Von geläufigen Arten wie Feige, Kiwi, Quitte, Maulbeere, Aprikose, Bocksdorn und Süßer Eberesche bis eher unbekannten Arten wie Persimone, Pimpernuss, Filz-Kirsche, Nashi-Birne, Jostabeere, Weinbeere und Rebhuhnbeere.
Um die Übersicht zu behalten, habe ich eine Artenliste über unseren Gehölzbestand angelegt, die ich regelmäßig aktualisiere.