Was ist ein Waldgarten?

Ein Waldgarten verbindet die vielfältige Nutzung eines Gartens mit den ökologischen Kriterien eines Waldes.

In einem Waldgarten werden Lebensmittel (Obst, Beeren, Nüsse, Gemüse und Kräuter) in einer Anordnung angebaut, die dem natürlichen Aufbau einer halboffenen Waldlandschaft nachempfunden ist. So wie ein Wald aus mehreren Vegetationsschichten besteht, wird auch der Waldgarten in verschiedene Stockwerke eingeteilt, z.B. in Großbäume, Kleinbäume, Sträucher und Bodenpflanzen. Durch die unterschiedlichen Schichten wird die Landfläche – anders als im herkömmlichen Nahrungsanbau – auch in der dritten Dimension genutzt, wodurch die Verwertung natürlicher Ressourcen (Sonnenenergie, Wasser, Boden) optimiert wird.

Waldgärten…

· sind Lebensraum für Wildpflanzen und Tiere
· sorgen für ein ausgeglichenes Kleinklima
· mildern Hitze und Kälte
· erhöhen die Verdunstungsrate
· schützen vor Wind- und Wassererosion
· verhindern die Austrocknung des Bodens und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens
· tragen zum Humusaufbau bei
· werden auf naturgemäße und ökologisch nachhaltige Art bewirtschaftet und benötigen ein Minimum an Input von außen
· produzieren frische Lebensmittel in großer Vielfalt und hoher Anzahl auf kleiner Fläche

Sie liefern…

· Früchte, Nüsse, Samen
· Gemüse, Salat
· Gewürze, Küchenkräuter
· Tee, Heilmittel
· Pilze
· Süßungsmittel (Baumsäfte, Honig)
· Duft-, Räuchermittel
· Färbemittel
· Wasch- und Pflegemittel
· Flechtwerk, Bindematerial
· Wertholz, Bauholz
· Energieholz, Feuerholz, Biokohle
· Sauerstoff, Terpene

Weiterführende Infos: Eintrag in Wikipedia