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Minze als Strauch

Den Begriff „exotisch“ kann man zwar nicht steigern. Aber das exotischste Gehölz in meinem Garten ist wohl der Tasmanische Minzestrauch (Prostanthera cuneata), der – wie der Name verrät – von der gegenüberliegenden Erdhalbkugel stammt. Seine Triebe duften wohlig nach Minze und können zu einem aromatischen Tee aufgebrüht werden. Aber besonders apart sind seine Blüten, die bei mir heute zum ersten Mal erschienen sind!

Die Blüte des Tasmanischen Minzestrauchs

Moorbeet

Heute habe ich ein Streifenbeet mit kleinen Fruchtsträuchern bestückt, die sauren Boden benötigen:

Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea), Niedere Scheinbeere (Gaultheria procumbens), Hohe Scheinbeere (Gaultheria shallon) und Schmalblättrige Heidelbeere (Vaccinium angustifolium)

Kon-Tiki

Wie in diesen Artikeln schön beschrieben, habe ich aus unserem Feuerplatz eine Feuergrube (einen sogenannten Erdkontiki) gemacht, mit der ich nun eigene Pflanzenkohle herstellen kann.

Zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit habe ich sie bereits bei meinen neuen Pflanzungen eingesetzt. Dazu gehören z.B. ein Gelbroter Spilling (eine seltene Unterart der Pflaume) und ein Granatapfel (eine winterharte Sorte!).

Essbare Wasserpflanzen für den Gartenteich

Über den Winter habe ich im Garten einen Teich angelegt, der nun mit essbaren Wasserpflanzen bestückt werden soll… Hier habe ich mal eine Liste mit möglichen Kandidaten zusammengestellt:

Tiefwasserzone (Seerosenzone, Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen), 70-120 cm

Flachwasserzone (Röhricht- oder Schilfgürtelzone), 10-40 cm Wassertiefe

Sumpfzone, 0-10 cm Wassertiefe

Der fertiggestellte Gartenteich

Mehr Waldgärten

Übrigens bin ich nicht der einzige „verrückte“ Waldgärtner.

In Niedersachsen beispielsweise ist der größte Waldgarten Deutschlands zu finden. Er besitzt eine Fläche von 2,5 ha und wurde bereits in den 1990er Jahren von Frederik Deemter angelegt: www.essgarten.de

In Bayern gedeiht seit 2010 der Waldgarten von Hannelore Zoch, die jedes Jahr auch eine empfehlenswerte Zeitschrift zum Thema herausgibt: www.mienbacher-waldgarten.de

In Hessen hat Konstantin Kirsch das Permakulturprojekt „Waldgartendorf“ ins Leben gerufen, zu dem auch seine berühmten Naturbauten aus lebenden Gehölzen gehören.

Eine eigene Stiftung zur Erforschung der Agroforstwirtschaft hat der Engländer Martin Crawford gegründet: www.agroforestry.co.uk

Und in Paraguay hat Andreas Pfeifer eine nachahmenswerte Methode der ökologischen Aufforstung entwickelt. Hier ein Video über seine „Parent Tree Farm“:

Fischers Garten im RBB-Fernsehen

Am 22. April war ich mit einem dreiköpfigen Filmteam vom RBB unterwegs zu den dicksten Bäumen Potsdams. Wir besuchten Park Babelsberg, Park Sacrow und Park Charlottenhof und beendeten den 6stündigen Dreh schließlich in meinem Waldgarten!

Der fertige Beitrag wurde dann 5 Tage später in der Sendung „zibb“ gezeigt, während ich dort als VIP-Gast in einem Live-Interview über mein neues Buch Rede und Antwort stehen durfte. Aus der anfangs geplanten Sendezeit von 25 Minuten wurden zwar aus aktuellem Anlass nur 10 Minuten, aber letztlich war ich froh, das Ganze trotz Bindehautentzündung glimpflich überstanden zu haben…